Herrenmode ist ein Spiel mit Details, die Chic und Eleganz verleihen. Heute stelle ich sechs Details vor, die man kennen und nutzen sollte, um Fauxpas zu vermeiden und Klasse zu zeigen. Sie erfahren, wie man eine Krawatte bindet, um stilvoll auszusehen, ob man in der Herrenmode Muster kombinieren darf, was Brusttasche und Einstecktuch sind , und lernen viele weitere Tricks, mit denen Ihr Auftritt immer professionell wirkt.
Unverzichtbare Elemente eleganter Herrenmode
1. Die Krawatte
Sie ist ein Grundbestandteil im Schrank jedes Mannes. Ein eleganter Herrenlook bedeutet vor allem: Krawatte. Krawatten kann man tragen zum klassischen Anzug, zu einer Kombination (zusammengestellte, passende Teile der Herrengarderobe, die ursprünglich kein Set bildeten) oder zu Smart-Casual-Kleidung. Zu kurzärmeligen Hemden trägt man dagegen keine Krawatte – das Kurzarmhemd ist informell und wird allein in lockeren Situationen wie im Urlaub getragen. Auch zu Smoking und Frack wird sie nicht empfohlen, denn dazu gehört die Fliege. Wir unterscheiden 5 Krawattenarten: uni (am elegantesten), mit Mikromuster (passen ebenfalls zum Business-Dresscode), Regiments-/Clubkrawatten (mit etwas größerem Muster und weniger formell, empfohlen für den Alltag oder zu Kombinationen), Paisley (mit Pflanzenornament), Strickkrawatten (gestrickt, am wenigsten formell und passend zum Smart-Casual-Stil).

Achten Sie bei der Wahl der Krawatte auf die Zusammensetzung. Besonders empfehle ich Krawatten aus Naturseide – sie sehen am besten aus und halten lange. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Breite der Krawatte– sie sollte weder zu breit noch zu schmal sein. Binden Sie die Krawatte vor dem Kauf vor dem Spiegel und prüfen Sie, ob sie so aussieht, wie Sie möchten. Sie sollte auch zu den Proportionen der Figur passen: Schlanke Männer können schmale und mittlere Krawatten (4-9 cm) tragen, kräftigere Männer sehen in breiteren (über 9 cm) und mittleren (7-9 cm) besser aus.
Wie bindet man eine Krawatte?
In Polen ist der symmetrische Windsorknotenam beliebtesten. Er passt am besten zu Männern mit breitem Gesicht und zum formellen Anzug. Viel stilvoller und durch die leicht asymmetrische Form interessanter finde ich den Four-in-Hand-Knoten (einfacher Knoten). Er passt zu jedem Kragen und jeder Gesichtsform. Ein Detail, das zusätzlich Professionalität zeigt, ist das „Grübchen“ (die Vertiefung unter dem Knoten). Man erhält es, indem man im letzten Schritt einen Finger in die Hauptschlaufe legt und das Grübchen mit den Fingern formt.

2. Die Fliege
In den letzten Jahren erlebt sie eine Renaissance – man sieht sie nicht nur zu formeller, sondern auch zu Alltagskleidung. Zurück zu den Grundlagen: Die Fliege gehört zwingend zu Smoking und Frack. Außerdem ist sie formeller als die Krawatte und gehört daher nicht zum Business-Dresscode. Eine echte Fliege wird gebunden. Zugegeben, das ist etwas schwieriger, aber gut geformt macht sie einen umwerfenden Eindruck. Denken Sie daran, dass eine gebundene Fliege nicht breiter sein sollte als die Kontur auf Höhe der Ohren und nicht schmaler als der Abstand zwischen den äußeren Augenwinkeln.

3. Das Einstecktuch
Ein weiteres Detail, das Chic verleiht, ist das Einstecktuch – ein quadratisches Tuch für die Brusttasche des Sakkos. Die beste Größe liegt zwischen etwa 30x30 cm und 40x40 cm. Am beliebtesten sind weiße Leinen-Einstecktücher (für sehr formelle Situationen und elegante Outfits) und gemusterte aus Seide. Edle Einstecktücher sind von Hand gesäumt, zu erkennen am typischen Rollsaum. Die wichtigste Regel: Das Einstecktuch sollte NICHT aus demselben Stoff sein wie Krawatte oder Fliege. Es gibt viele Arten, es zu falten:
- Klassisch gefaltet mit sichtbarer Kante,
- Gepufft mit versteckten Enden: Man fasst das Tuch an der Kreuzung der Diagonalen, formt es mit der anderen Hand und steckt es in die Brusttasche.
- Vier Spitzen, also das Einstecktuch umgekehrt wie beim gepufften Falten einstecken.
4. Muster kombinieren
Die Regel, dass man verschiedene Muster nicht kombinieren sollte, ist längst überholt. Heute machen unterschiedliche Muster ein Outfit abwechslungsreicher und zeigen den eigenen Stil. Hier gilt die Regel, Muster in gleicher oder ähnlicher Größe zu kombinieren. Ein Beispiel: gestreiftes Hemd und Krawatte mit kleinen Punkten. Andere Kombinationen sind aber nicht ausgeschlossen – nach eigenem Geschmack oder inspiriert von Herrenmode-Blogs, Artikeln über männliche Eleganz, stilvollen Menschen in sozialen Medien oder einfach Pinterest.

5. Den Anzug trennen
Einen formellen Anzug aufzuteilen ist keine gute Idee, doch einen weniger formellen Anzug zu trennen, bietet viele Tragemöglichkeiten. Das sportliche Sakko passt zu Jeans, Chinos und verschiedenen Hemden. Die Hose (oft schmal, manchmal ohne Bügelfalte) kann Chinos ersetzen und zu sportlichen Hemden, Rollkragenpullovern und anderen informellen Sakkos getragen werden.
6. Socken und männliche Eleganz
Socken sind ein oft übersehenes, aber wichtiges Detail: Falsch gewählt, ruinieren sie sogar ein Outfit mit einem sehr teuren Anzug. Es gibt zwei Schulen: Die eine sagt, man solle sie zur Farbe der Hose wählen, die andere zur Farbe der Schuhe. Am wichtigsten ist aber, dass Farbe, Textur oder Muster zum Ganzen passen. Eine graue Socke kann etwa eine graue Weste aufgreifen. Im Sommer ersetzen oft Mokassins die Lederschuhe, die am besten ohne klassische Socke aussehen. Dann schützen Füßlinge vor Scheuerstellen. Wichtig ist auch die Länge der Socken zum Anzug: Sie sollten zu jeder Jahreszeit die Wade nicht freigeben, auch nicht im Sitzen.
Wie Sie sehen: „Der Teufel steckt im Detail“ – deshalb lohnt es sich, auf jedes noch so kleine Detail zu achten; es dankt es Ihnen mit einem stilvollen, professionellen Auftritt. Sicher habe ich nicht alle Details besprochen, deshalb bin ich gespannt: Auf welche Elemente männlicher Eleganz achten Sie? Schreiben Sie es unter den Beitrag! Lesen Sie auch unseren Beitrag darüber, was man zur Hochzeit anzieht?

Anna Ochman, Stylistin


